H.-D. Schmalt, K. Sokolowski, T. Langens, 2000

MMG

Das Multi-Motiv-Gitter für Anschluss, Leistung und Macht

H.-D. Schmalt, K. Sokolowski, T. Langens, 2000

MMG

Das Multi-Motiv-Gitter für Anschluss, Leistung und Macht

Gruppiert Produkte - Artikel
Produktname
36,00 €
MMG - Manual
Art.-Nr. 3566.01
6,00 €
MMG - Testheft
Art.-Nr. 3566.02
7,50 €
MMG - Schablone
Art.-Nr. 3566.03
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Anwendungsbereich
Verfahren zur Erfassung der individuellen Motivstruktur
Anwendungsgruppe
Erwachsene
Durchführungsdauer
ca. 15 Minuten
Berufsgruppe
PersonalmanagerInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen

Anwendungsbereich

Die Frage nach den Motiven wird immer dann gestellt, wenn verschiedene Personen in derselben Situation unterschiedlich handeln. Motive sind für die Beurteilung von Menschen von großer Bedeutung, da sie relativ zeit- und situationsstabil sind. D. h., sie bestimmen die individuelle Wahrnehmung und Deutung von Situationen, die hieraus entstehenden Ziele und Erwartungen und damit das Handeln in Gegenwart und Zukunft.

Zur Optimierung der Motivationspotentiale des Menschen ist es wichtig, die Motivstruktur einer Person sowie die Anregungspotentiale der Situationen zu kennen, um diese in thematische Passung (Kongruenz) bringen zu können. Dies ist in der Arbeitswelt relevant, um Personen mit der geeigneten Motivstruktur für bestimmte Arbeitsplätze zu finden oder um persönlich optimal motivierende Tätigkeiten und Arbeitsplätze für Personen zu finden. In beiden Einsatzgebieten hat sich das MMG gut bewährt. Auch im klinischen Bereich ist der Einsatz des Tests in Hinblick auf die Kenntnis der individuellen Motivstruktur von Nutzen, z. B. zur Analyse der Therapiemotivation oder der Patientenfurcht.


Das Verfahren

Im Multi-Motiv-Gitter werden 14 Alltagssituationen bildlich dargestellt. Zu jeder der 14 dargestellten Situationen wird ein Satz von Aussagen angeboten, in dem sich wichtige Komponenten von Motiven widerspiegeln. Die Aufgabe der Testperson besteht darin, das Ausmaß ihrer Zustimmung zu den jeweiligen Aussagen anzugeben. Im MMG können sechs Motivkennwerte ermittelt werden. Es werden die Motive für Anschluss, Leistung und Macht erfasst und zwar für jede Motivthematik in ihrer aufsuchenden (Hoffnung) und ihrer meidenden (Furcht) Ausrichtung. Im Einzelnen sind dies: Hoffnung auf Anschluss und Furcht vor Zurückweisung (Anschlussmotiv), Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg (Leistungsmotiv), Hoffnung auf Kontrolle und Furcht vor Kontrollverlust (Machtmotiv).


Gütekriterien

Die Retest-Korrelationen liegen für die drei Hoffnungskomponenten zwischen .88 und .92 und für die Furchtkomponenten zwischen .77 und .80. Die Konsistenzschätzungen mittels Cronbachs Alpha liegen zwischen .61 und .72. Keiner der MMG-Kennwerte korreliert mit sozialer Erwünschtheit.

Die interne und externe Validität des MMG konnte in einer ganzen Reihe von Studien bestätigt werden. Die sechsfaktorielle Struktur des MMG ließ sich mittels CFA sichern. Die Motivkennwerte stehen in theoriekonsistenter Weise zu einer ganzen Reihe von Erlebnis- und Verhaltensdaten in Beziehung.

Normen

Die Eichstichprobe besteht aus 1.919 Personen, wovon 860 Frauen und 1.059 Männer sind. Das Durchschnittsalter der Eichstichprobe liegt bei etwa 30 Jahren. Die Normen werden geschlechtsspezifisch als Prozentränge und T-Werte dargestellt.

Charakteristika und Vorzüge

  • Semiprojektives Verfahren zur Erfassung der drei Motive Anschluss, Leistung und Macht.
  • Situationsspezifische Gedanken und Gefühle werden erhoben.