Online-Konferenz am 2. Juli 2020

Pearson Xchange 2020 – Die Aufzeichnungen der Vorträge

Thema: "Intelligenz, Verhalten und Emotionen"

Zugriff auf die Aufzeichnungen aller Vorträge

Online-Konferenz am 2. Juli 2020

Pearson Xchange 2020 – Die Aufzeichnungen der Vorträge

Thema: "Intelligenz, Verhalten und Emotionen"

Zugriff auf die Aufzeichnungen aller Vorträge

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Anwendungsbereich
Testdiagnostik
Anwendungsgruppe
Kinder, Jugendliche
Berufsgruppe
PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen, NeuropsychologInnen, SonderpädagogInnen, SchulpsychologInnen
Ort
--
Punkte
--

Die Pearson Xchange 2020 hat am 2. Juli 2020 als Online-Konferenz stattgefunden.

Thema: "Intelligenz, Verhalten und Emotionen"

Die Vorträge und Workshops rund um die Testdiagnostik sind nun als Aufzeichnungen verfügbar.

Nach Ihrer Webshopbestellung bekommen Sie den Zugriff auf die Aufzeichnungen aller Vorträge  bis Ende 2020 (Link per E-Mail).


Vortrag 1:   Verhaltensprobleme und Rolle der Intelligenzdiagnostik bei schulischen Lernstörungen - Prof. Dr. Monika Daseking
Vortrag 2:  Wo ist die Aufmerksamkeit im Intelligenzprofil? - Dr. Alexandra Lenhard
Vortrag 3:  Intelligenzdiagnostik bei chronischen somatischen Krankheiten und Hirnfunktionsstörungen - Prof. (apl.) Dr. Gitta Reuner
Vortrag 4:   Einführung in die Raven's 2 - Dipl.-Psych. Paulina Cordero Donoso
Vortrag 5:   Raven's 2 und ihre klinische Anwendung bei Kindern und Jugendlichen - Dipl.-Psych. Paulina Cordero Donoso
Vortrag 6   Der Einfluss von Angststörung und Depression auf die Intelligenzdiagnostik - Dr. Claus Jacobs
Vortrag 7:   Einführung in das BASC-3 (Englisch) - Randy W. Kamphaus, PhD (USA)


1. "Verhaltensprobleme und Rolle der Intelligenzdiagnostik bei schulischen Lernstörungen" 
- Prof. Dr. Monika Daseking (Professur Pädagogische Psychologie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg):

Schulische Lernstörungen gehören zu den häufigsten Entwicklungsproblemen bei Kindern und Jugendlichen. Neben den Defiziten im Erwerb von Lesen, Rechtschreiben und Rechnen entwickeln viele Betroffene psychische und Verhaltensprobleme. Dieser Aspekt steht im Rahmen einer Diagnosestellung und Interventionsplanung eher im Hintergrund. Für die Diagnostik von Lernstörungen (ICD 10: F 81 Umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten) wird zudem diskutiert, welche Rolle Intelligenztests spielen sollen und können. Nach S3 Leitlinen soll auf das doppelte Diskrepanzkriterium, also insbesondere die Diskrepanz zwischen Schulleistung und Intelligenzniveau, zugunsten einfacher Diskrepanzen in spezifischen Schulleistungen zur Altersgruppe und/oder Klassenstufe verzichtet werden. Aktuelle breit konzipierte Intelligenztests bieten dabei die Möglichkeit von Profilanalysen vor dem Hintergrund eines theoretischen Modells der kognitiven Fähigkeiten. Signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen kognitiven Fähigkeitsbereichen können zur Erklärung der Beeinträchtigungen im Erwerb von Lesen, Rechtschreiben und Rechnen beitragen.

Nach einer kurzen Einführung in die konzeptionellen Grundlagen der Diagnosestellung von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (IDC 10) bzw. spezifischer Lernstörungen (DSM 5) soll am Beispiel von WISC-V-Profilen von Kindern mit diagnostizierten schulischen Lernstörungen (Lese-Rechtschreibstörung, Rechenstörung) aufgezeigt werden, wie Informationen aus der Intelligenzdiagnostik eine wichtige Basis für die eigentliche Schulleistungsdiagnostik darstellen können. Insbesondere sollen dabei einzelne Indexwerte zur Erklärung der Schwierigkeiten im Bereich von Lesen, Rechtschreibung und Rechnen beleuchtet werden, die gleichzeitig auch Hinweise auf spezifische Förderung geben können. Darüber hinaus soll thematisiert werden, welche Verhaltensprobleme dazu beitragen, die Situation von Kindern mit einer schulischen Lernstörung zusätzlich zu belasten.

2. Workshop: "Wo ist die Aufmerksamkeit im Intelligenzprofil?" 
- Dr. Alexandra Lenhard
 (selbstständige Unternehmerin):
Eine häufige Frage in Bezug auf Intelligenzdiagnostik ist diejenige, wie sich Probleme der Aufmerksamkeitssteuerung im Intelligenzprofil niederschlagen und wie damit in Bezug auf Testdurchführung und Testinterpretation umgegangen werden sollte.
Im Workshop werden zunächst aktuelle empirische Befunde zu den Zusammenhängen zwischen Aufmerksamkeit und Intelligenz erörtert. Des Weiteren wird geklärt ob und gegebenenfalls wie sich Störungen der Aufmerksamkeit in Verfahren wie WISC-V oder KABC-II niederschlagen. Auch der praktische Umgang bei der Intelligenztestung von Kindern, die unter Defiziten der 
Aufmerksamkeitssteuerung leiden, wird diskutiert.

3. "Intelligenzdiagnostik bei chronischen somatischen Krankheiten und Hirnfunktionsstörungen" (Fallbeispiele) 
- Prof. (apl.) Dr. Gitta Reuner (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Klinische Neuropsychologin):

Aus sehr unterschiedlichen Anlässen findet auch bei Kindern mit chronischen somatischen Krankheiten Intelligenzdiagnostik statt, gerade wenn die Erkrankungen das zentrale Nervensystem betreffen. Der Vortrag stellt unterschiedliche Untersuchungsanlässe anhand von Fallbeispielen dar und erörtert Probleme und Herausforderungen für die Anwendung von Intelligenztests unter diesen besonderen Bedingungen.

4. "Einführung in die Raven's 2"
- Dipl.-Psych. Paulina Cordero Donoso (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin):

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und Theorie der Raven‘s Progressive Matrices 2 erhalten die TeilnehmerInnen Informationen zum Testaufbau und zu den psychometrischen Eigenschaften des neuen Intelligenztestverfahrens. Anschließend werden sie anhand von detaillierten Informationen zur Durchführung und Auswertung in die Anwendung der Raven‘s 2 eingeführt. Hierbei wird auch kurz auf die Möglichkeit der digitalen Testdurchführung via Q-global eingegangen.

5. Workshop: "Raven's 2 und ihre klinische Anwendung bei Kindern und Jugendlichen" 
- Dipl.-Psych. Paulina Cordero Donoso:

Der Workshop gibt zunächst eine kurze Einführung in das gemessene Intelligenzkonstrukt der Raven‘s 2. Anhand zweier Fallbeispiele - im Kontext von Migrationshintergrund und bei Verdacht auf kognitive Beeinträchtigung - wird der Einsatz dieses Intelligenztestverfahrens im Kinder- und Jugendbereich erläutert. Eine mögliche bzw. notwendige Ergänzung der Raven’s 2 durch mehrdimensionale Testverfahren wird im Rahmen des Workshops thematisiert.

6. "Der Einfluss von Angststörung und Depression auf die Intelligenzdiagnostik" 
- Dr. Claus Jacobs (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in eigener Praxis und Supervisor für Verhaltenstherapie; Leiter des Dyskalkulie und Legasthenie Instituts Bremen und des Fortbildungshauses (DULIB)):

Anhand von Fallbeispielen wird der Einfluss von Angststörungen und Depressionen auf die Intelligenzdiagnostik referiert. Dabei werden auch auf differentialdiagnostische Fragestellungen eingegangen.

7. "Einführung in das BASC-3" (Englisch) 
- Randy W. Kamphaus, PhD (USA) (Professor and Dean of the College of Education at the University of Oregon):

Das BASC-3 ist ein international renommiertes Testverfahren, das ab Ende 2020 auch in Deutschland erhältlich sein wird. Der Fokus liegt dabei auf der Ermittlung von Verhaltensauffälligkeiten und verschiedenen Arten von psychiatrischen Störungen wie Angst, Depression, Aggressivität, Resilienz oder Rückzug bei Kindern und Jugendlichen.
Monika Daseking
Prof Dr. Monika Daseking, Diplom-Psychologin
Professur Pädagogische Psychologie; von 2015 bis 2018 hat sie diese Professur an der Helmut-Schmidt-Universität (Universität der Bundeswehr) Hamburg bereits vertreten; 2001 bis 2015 war sie Mitarbeiterin am Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen; Promotion zum Thema Langzeitfolgen von Schlaganfällen bei Kindern und Jugendlichen; Habilitation zum Thema der Entwicklungs- und Intelligenzdiagnostik; Arbeits- und Forschungsschwerpunkt u. a. in der Testentwicklung und in der Intelligenzdiagnostik
Lenhard
Dr. Alexandra Lenhard, Diplom-Psychologin

Studium der Psychologie und Physik in Würzburg; 2007 Promotion im Fach Psychologie; Frau Dr. Lenhard ist als selbstständige Unternehmerin auf dem Gebiet der Entwicklung von Testverfahren, Förderprogrammen und Auswertungssoftwares tätig. Außerdem arbeitet sie auch praktisch auf dem Gebiet der Diagnose und Förderung kognitiver Leistungen. Ihr Wissen vermittelt sie in zahlreichen Seminaren an Psychologen, Lehrer, Mediziner und andere assoziierte Berufsgruppen.
Jacobs
Dr. Claus Jacobs, Diplom-Psychologe
 
Leiter des DULIB, Diplom-Psychologe; Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut; Lerntherapeut (FiL) und Supervisor beim Fachverband für integrative Lerntherapie; Supervisor für Verhaltenstherapie bei der AKJP und der DGVT.
Er war 12 Jahre lang Mitarbeiter der Psychologischen Kinderambulanz der Universität Bremen, die er zuletzt mehrere Jahre leitete. Dr. Jacobs veröffentlichte zahlreiche Buchbeiträge und Bücher zu den Themen Dyskalkulie und Legasthenie sowie Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS).

Reuner
Prof. (apl.) Dr. Gitta Reuner, Diplom-Psychologin

Seit 2018 Professurvertreterin, Institut für Bildungswissenschaft, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und niedergelassen als Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. 2000 bis 2019 Mitarbeiterin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinik Heidelberg, Habilitation zu kognitiven Prozessen bei Frühgeborenen, Schwerpunktthemen in Klinik, Forschung und Lehre: Entwicklungsdiagnostik, Pädiatrische Neuropsychologie, Frühgeborene, Epilepsie; Supervisorin Klinische Neuropsychologie
Cordero
Paulina Cordero Donoso, Diplom-Psychologin

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, European Master in intercultural Education und Psychologin. Seit 2011 arbeitet sie innerhalb der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Davor als Klinikpsychologin einer stationären Kinder- und Jugendrehabilitationseinrichtung tätig. Ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt in der Entwicklungs- und Intelligenzdiagnostik sowie der Planung von Förder- und Interventionsmaßnahmen. Dozenten- und Seminartätigkeit im Bereich der Intelligenz- und Leistungsdiagnostik.
Kamphaus
Randy W. Kamphaus, PhD
 
Professor and Dean of the College of Education at the University of Oregon. Dr. Kamphaus is best known for his research in classification methods, differential diagnosis, test development, and learning disability and attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) assessment. Dr. Kamphaus has focused his research on the development of better measures for assessing and diagnosing child and adolescent mental health disorders. He and colleagues are creating and conducting field trials of school-based secondary prevention programs for mitigating risk. Dr. Kamphaus is co-author of the BASC–3.

Das Ziel der Pearson Xchange ist es, aktuelle Aspekte im Bereich der Diagnostik darzulegen. Thematisiert werden neue Forschungsbefunde sowie der Einsatz von Testverfahren im Praxisalltag. Dabei werden die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Diagnostik aufgezeigt.

Wir setzen damit den begonnenen Weg fort, mit der Pearson Xchange eine Plattform für den Austausch mit Experten zu diagnostischen Fragestellungen zu schaffen.

Die Pearson Xchange fand als Fachsymposium zur Testdiagnostik erstmalig 2013 unter dem Namen „User Conference“ als Ergänzung zum Programm der Pearson Akademie statt. Von Anfang an lag dabei das Augenmerk auf der praxisbezogenen Wissensvermittlung. Einen ganzen Tag lang werden auf verschiedene Weise unterschiedliche Aspekte der Diagnostik behandelt.