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Programm der Pearson Xchange 2022

 

Die ganztägige Veranstaltung fand am 22. Juni 2022 über den Videokonferenzdienst Zoom statt.

 

09:00 – 09:15

Beginn

 

09:15 – 09:30

Einführung in die Intelligenzdiagnostik

Prof. Dr. Monika Daseking, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

 

09:30 – 10:30

Kognitive Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren

Dr. Tanja Tischler, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

 

10:30 – 10:45

Pause

 

10:45 – 11:45

Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS oder ADS

Dr. Angelika Becker, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

 

11:45 – 12:30

Exekutivfunktionen bei ehemals Frühgeborenen von der Kindheit bis in die Adoleszenz

Prof. Dr. Regula Everts, Neuropädiatrie, Entwicklung und Rehabilitation, Universitäts-Kinderklinik, Inselspital, Bern, Schweiz

 

12:30 – 13:30

Mittagspause

 

13:30 – 15:00

Qualitätskriterium Testnormierung – die große Unbekannte

Dr. Alexandra Lenhard, Diplom-Psychologin

 

15:00 – 15:15

Pause

 

15:15 – 16:15

Interpretation der Intelligenz bei Verdacht auf eine Lernstörung

Prof. Dr. Lars Tischler, MSH Medical School Hamburg

 

16:15 – 16:30

Thematischer Abschluss

Prof. Dr. Monika Daseking, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

 

Zur Anmeldung

 

Abstracts

 

Kognitive Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren
Dr. Tanja Tischler, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

Hirntumore gehören zu den seltenen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Die Folgen der Erkrankung und der oftmals invasiven Therapien sind heterogen und betreffen häufig auch die kognitive Leistungsfähigkeit. In diesem Kurzvortrag werden spezifische Intelligenzprofile von Kindern und Jugendlichen vorgestellt und vor dem Hintergrund der erworbenen Hirnschädigung diskutiert. Es sollen Impulse für die Diagnostik im Sinne eines Cross-Battery-Assessment-Ansatzes gesetzt werden, die in einen größtmöglichen Informationsgewinn für die Interventionsplanung darstellen können. Die Intelligenzmaße werden dabei in die neuropsychologische Diagnostik eingebettet.

 

Exekutivfunktionen bei ehemals Frühgeborenen von der Kindheit bis in die Adoleszenz
Prof. Dr. Regula Everts, Neuropädiatrie, Entwicklung und Rehabilitation, Universitäts-Kinderklinik, Inselspital, Bern, Schweiz

Frühgeborene Kinder haben ein erhöhtes Risiko, Probleme in den so genannten Exekutivfunktionen zu entwickeln. Die Exekutivfunktionen entwickeln sich im Gegensatz zu anderen Hirnfunktionen relativ langsam und spät, nämlich während dem mittleren Kindesalter bis hin zur frühen Jugendzeit. Inwiefern frühgeborene Kinder ein anhaltendes Defizit in den Exekutivfunktionen aufweisen oder aber einzig eine Verzögerung der Reifung der Exekutivfunktion vorliegt, die im Kindes- und Jugendalter aufgeholt werden kann, ist bis heute unklar. In diesem Referat wird der Frage nach der Entwicklung der Exekutivfunktionen bei ehemals frühgeborenen Schulkinder nachgegangen. Mittels moderner bildgebender Methoden, die strukturelle und funktionelle Merkmalen im Gehirn zu erfassen vermögen, werden Beobachtungen aus kognitiven Untersuchungen neuronal zu untermalen versucht. Abschließend werden evidenz-basierte Therapiemethoden zur Förderung der Exekutivfunktionen vorgestellt und kritisch hinterleuchtet.

 

Qualitätskriterium Testnormierung – die große Unbekannte
Dr. Alexandra Lenhard, Diplom-Psychologin

Die Normierung zählt zu den Gütekriterien eines Testverfahrens. Ein Test ist also nur dann gut, wenn auch die Normierung gut ist. Während allerdings für Reliabilität und Validität eine Vielzahl an quantitativen Indikatoren existiert, basiert die Beurteilung der Güte von Normierungen bislang in der Regel eher auf Gefühl als auf wissenschaftlichen Fakten. Dies liegt daran, dass solche Fakten tatsächlich entweder kaum existieren oder aber kaum kommuniziert werden. In diesem Vortrag wird deshalb zunächst einmal grundlegend erläutert, auf welche verschiedenen Arten Tests überhaupt normiert werden können bzw. sollten. Anschließend werden Daten präsentiert, die aufzeigen, wie diese unterschiedlichen Normierungsarten zur Testunsicherheit beitragen – und zwar über die im Konfidenzintervall erfasste Messunsicherheit hinaus! Die vorgestellten Daten sollen es den Anwender:innen psychometrischer Testverfahren ermöglichen, die Güte einer Normierung nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ abzuschätzen und bei der Interpretation von Normwerten zu berücksichtigen. Außerdem gebe ich ein paar Ausblicke auf zukünftige Methoden der Normierung. 

 

Interpretation der Intelligenz bei Verdacht auf eine Lernstörung
Prof. Dr. Lars Tischler, MSH Medical School Hamburg

Verschiedene Intelligenztheorien bieten unterschiedliche Möglichkeiten, das Ergebnis eines Intelligenztests zu interpretieren. Dies erweist sich insbesondere mit Blick auf die Untersuchung schulischer Fertigkeiten als sinnvoll. Im Gegensatz zur Verwendung des bloßen Gesamt-Intelligenzquotienten kann die differenzierte Analyse eines Intelligenzprofils wertvolle Informationen über das Vorliegen spezifischer Lernstörungen geben. Eine Legasthenie wie auch eine Dyskalkulie können so identifiziert werden. Zudem wird damit die Grundlage für eine individualisierte Therapie geschaffen, die an den Schwächen ansetzt und sich zugleich die Stärken zunutze macht. Der Vortrag bietet somit einen Einstieg in die CHC-Theorie-basierte Identifikation von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten im Sinne des sogenannten Pattern-of-Strengths-and -Weaknesses-Ansatzes.