D. Heubrock, F. Petermann unter Mitarbeit von I. Eberl, J. Bornemann, G. Ostermann, B. Dietzel und M. Stiehm

TBFN

Testbatterie zur Forensischen Neuropsychologie

3., überarbeitete und ergänzte Auflage, 2012

D. Heubrock, F. Petermann unter Mitarbeit von I. Eberl, J. Bornemann, G. Ostermann, B. Dietzel und M. Stiehm

TBFN

Testbatterie zur Forensischen Neuropsychologie

3., überarbeitete und ergänzte Auflage, 2012

Gruppiert Produkte - Artikel
Produktname
500,50 €
TBFN - Gesamtsatz
Manual, CD-ROM
Art.-Nr. 3570.01
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Anwendungsbereich
Computergestützte Testbatterie zur Feststellung nicht-authentischer Minderleistungen
Anwendungsgruppe
Erwachsene
Durchführungsdauer
20 Minuten
Berufsgruppe
NeurologInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen
Software
erhältlich

Anwendungsbereich 

Die Testbatterie zur Forensischen Neuropsychologie (TBFN) wurde zur Feststellung nicht-authentischer Minderleistungen entwickelt, die nicht auf eine hirnorganische Problematik zurückzuführen sind. Mit den Untertests lassen sich nicht-authentische Symptome neurologischer, ophthalmologischer, audiologischer und mnestischer Störungen in der Klinischen und in der Forensischen Neuropsychologie sowie in der Medizin identifizieren. Auffällige Testergebnisse sind ein Indikator für Simulation oder für Aggravation, letztere schließt auch psychische Erkrankungen mit ein. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Ursache für eine festgestellte nicht-authentische Symptomatik zumeist im Rahmen der Begutachtung in der Zusammenschau aller vorhandenen Informationen ermittelt werden kann.

Das Verfahren

Die TBFN beinhaltet insgesamt 23 Tests, die nach unterschiedlichen Deckeneffektprinzipien konstruiert wurden: Symptom-Validierung und Verdeckte Leichtigkeit. Alle Tests werden standardisiert über den PC dargeboten und zusätzlich werden alle BSV-Tests über den PC ausgewertet.

Symptom-Validierung:
- Die Bremer Symptom-Validierung (BSV) besteht aus 19 Tests: 6 visuelle Tests, 11 auditorische Tests und 2 Kurzzeitgedächtnistests. Alle basieren auf dem Two-Alternative-Forced-Choice-Prinzip; d. h. dem Probanden wird die schnelle Entscheidung zwischen zwei Alternativen abverlangt. Alle Tests sind in allen Parametern individuell einstellbar bzw. anpassbar, um sie bei möglichst vielen verschiedenen klinischen, aber auch experimentellen Fragestellungen einsetzen zu können. Die integrierte probabilistische Auswertung ermöglicht sichere statistische Aussagen.

Verdeckte Leichtigkeit:
- Rey Memory Test (RMT). Der wohl bekannteste und empirisch mehrfach überprüfte Simulationstest, der die visuell-figurale Merkfähigkeit misst, wurde ergänzend in die TBFN aufgenommen. Dauer der Durchführung und der Auswertung: etwa 3 Minuten.
- Bremer Auditiver Gedächtnistest (BAGT). Der BAGT stellt eine alltagsnahe akustische Variante des RMT dar, dessen Items aus Geräuschen bestehen. Dauer der Durchführung und der Auswertung: etwa 6 Minuten.
- Test zur Überprüfung der Gedächtnisfähigkeit im Alltag (TÜGA) und TÜGA-Multiple Choice (TÜGA-M). Der TÜGA ist ein verbaler akustischer Gedächtnistest, der ebenfalls in Anlehnung an den RMT konstruiert wurde und der zusammen mit der Wiedererkennungsaufgabe (TÜGA-M) vorgegeben wird. Die Dauer der Durchführung und der Auswertung beträgt für beide Tests ohne die Pause etwa 7 Minuten.

Gütekriterien

Bei der Bremer Symptom-Validierung (KZG-A) konnten klare Leistungsunterschiede zwischen neurologischen Patienten (N = 31), Gesunden (N = 39) sowie neurologischen Patienten, bei denen verschiedene Unstimmigkeiten auf Simulation bzw. Aggravation hingedeutet hatten (N = 12) verzeichnet werden. Bisher unveröffentlichte Studien bestätigen diese Ergebnisse.

Aufgrund empirischer Untersuchungen mit einer Simulationsgruppe (N = 20), die glaubhaft Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen simulieren sollte, einer Patientengruppe, die sich aus neurologischen Patienten mit Hirnschädigungen rekrutierte (N = 14), und einer Kontrollgruppe gesunder Probanden (N = 37) wurden für BAGT, TÜGA und TÜGA-M Cut-Off-Werte ermittelt, die die Patienten mit tatsächlichen Gedächtnisstörungen von Simulanten und Aggravanten trennen sollen. Alle Testverfahren, einschließlich des RMT, erwiesen sich in der untersuchten Stichprobe als sensibel zur Feststellung einer nicht-authentischen Symptomatik: Es bestanden zwischen den verschiedenen Gruppen signifikante Leistungsunterschiede.

Alle Infos zur TBFN im Überblick:

>> TBFN Manual (PDF, 7,7 MB)