SKT | Syndrom-Kurz-Test nach Erzigkeit

M. Stemmler, H. Lehfeld, R. Horn, 2015
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Charakteristika

Durchführungsdauer 10 bis 15 Minuten
Berufsgruppe PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen, NeurologInnen
Alter 60 bis 91 Jahre
Anwendungsbereich Kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit
Anwendungsgruppe Erwachsene

Anwendungsbereich

Der SKT ist speziell für die Erfassung kognitiver Leistungen in klinisch-psychologischen Bereich geeignet. Der SKT wird hauptsächlich im Bereich der Diagnose und Verlaufskontrolle von Demenzerkrankungen eingesetzt. Darüberhinaus ist er in der Lage die kognitiven Beeinträchtigungen in Folge von Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns sowie aufgrund von substanzinduzierten kognitiven Veränderungen (z. B. Psychopharmaka, Anästhetika, Noxen) zu erfassen.  

>> SKT Flyer (PDF, 1,2 MB)


Das Verfahren

Der SKT nach Hellmut Erzigkeit ist ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Er besteht aus insgesamt neun Subtests. Drei Subtests für die Erfassung der Gedächtnisleistung (Gegenstände unmittelbar reproduzieren, Gegenstände nach Ablenkung reproduzieren, Gegenstände wiedererkennen) und sechs Subtests für die Erfassung der Aufmerksamkeit bzw. Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (Gegenstände benennen, Zahlen lesen, Zahlen ordnen, Zahlen zurücklegen, Symbole zählen, Interferenztest).

Gütekriterien

Die Reliabilität des SKT wurde in mehreren empirischen Studien (Arnold, 1983; Erzigkeit, 1989) untersucht. Sie liegt für die Parallelformen A bis E  im Mittel zwischen .80 und .88 (Cronbachs α). Für die SKT-Formen A und B wurden bei SKT-Daten aus klinischen Studien (Weyer, Erzigkeit, Hadler & Kubicki, 1996) für die Gedächtnisscores ein Cronbachs α von a = 0.86 und die Aufmerksamkeits-Scores von a = 0.92 errechnet; für den Gesamttest ergab sich a=0.93. Die Retest-Reliabilität mit einer Testwiederholung nach 14 Tagen betrug rtt = 0.88 und nach 90 Tagen rtt = 0.83 (Overall und Schaltenbrand, 1992). Analysen mit Strukturgleichungsmodellen ergaben, dass die Testformen A bis E des SKT unter psychometrischen Gesichtspunkten als austauschbar zu betrachten sind (Stemmler, Lehfeld & Horn, 2015).

Die Kriteriumsvalidität wurde in zahlreichen Studien belegt. Der SKT korreliert mit dem MMSE zu rct = -0.80; mit der ADAScog rct = 0.71; mit dem Demenztest rct = 0.56 und der BCRS zu rct = 0.81. Darüber hinaus eignet sich der SKT zur Schweregradbestimmung einer dementiellen Erkrankung; im Rahmen von Verlaufsuntersuchungen zeigte sich seine Änderungssensitivität.


Normen

Die neue Normierung des SKT stammt von 2015. Die Testmaterialien wurden nicht verändert. Die neue Normierung war notwendig geworden, weil zum einen Normierungen in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden müssen und zum anderen, weil Berichte aus der Praxis vermehrt gezeigt haben, dass die alte Normierung im Bereich der beginnenden kognitiven Veränderungen zu ungenau ausfiel. Die vorliegende Normierung ist nun wesentlich sensitiver und in der Lage, einsetzende kognitive Abbauprozesse bereits frühzeitig zu identifizieren.

Die SKT Manual Edition 2015 ist damit die vierte vollkommen überarbeitete Version des Manuals von 1977. Der Neunormierung liegen die Testergebnisse von über 1.000 kognitiv gesunden älteren Menschen im Alter von 60 bis 91 Jahren zugrunde. Die Neunormierung funktioniert so, dass statistisch bedeutsame Abweichungen von den Leistungen der gesunden älteren Menschen in Abhängigkeit von Intelligenz, Alter und Geschlecht berechnet wurden. Das Normierungssystem verwendet als Ergebnisdarstellung eine farbliche Ampelcodierung. Erzielt die Testperson ein anderes Ergebnis als „Grün“, sollte der kognitive Status regelmäßig  überprüft werden. Die Auswertungen der Testleistungen nach der neuen Normierung geschieht ausschließlich über ein Computerprogramm, welches zusammen mit dem SKT Manual von 2015 ausgeliefert wird (siehe CD-ROM im Einband).

Den SKT gibt es in fünf Parallelformen (Formen A bis E), das vorliegende Computerprogramm kann für alle Formen verwendet werden. Beim Vorliegen einer dementiellen Entwicklung (Ampelfarbe 'Rot’) sollte man für die Schwergradeinteilung der Erkrankung die alten Normen von 2001 verwenden. Diese Normen sind ebenfalls in Tabellenform im SKT Manual von 2015 zu finden. Die Normtabellen sind nach drei Intelligenzstufen (unter- und überdurchschnittlich, Durchschnitt) sowie nach sechs Altersgruppen unterteilt (17-44 Jahre, 45-54 Jahre, 55-64 Jahre, 65-74 Jahre und 75-84 Jahre und 85 Jahre und älter).


Charakteristika und Vorzüge

  • Die Testdurchführung hat für den Probanden eine spielerische Komponente.
  • Der Test ist als weitgehend kulturunabhängig zu bewerten. 
  • Der Test ist einfach handhabbar, zeitökonomisch und führt zu einer verlässlichen Einstufung der kognitiven Leistungsbeurteilung. 
  • Jede Form besteht aus neun Subtests; die Durchführungszeit pro SKT Gesamtform beträgt zwischen 10 und 15 Minuten.
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