M. Stemmler, H. Lehfeld, R. Horn, 2015

SKT

Syndrom-Kurz-Test nach Erzigkeit

M. Stemmler, H. Lehfeld, R. Horn, 2015

SKT

Syndrom-Kurz-Test nach Erzigkeit
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Gruppiert Produkte - Artikel
Produktname Nettopreis
888,00 €
SKT - Gesamtsatz Form A
Manual, CD-ROM, Protokollbögen Form A (50), Verlaufsprotokolle (50)
Art.-Nr. 4011.00
289,50 €
SKT - Ergänzungsset (Manual + CD-ROM)
Art.-Nr. 4011.01
20,50 €
SKT - Protokollbogen Form A
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.02
20,50 €
SKT - Verlaufsprotokoll
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.03
20,50 €
SKT - Protokollbogen Form B
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.12
20,50 €
SKT - Protokollbogen Form C
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.22
888,00 €
SKT - Gesamtsatz Form D
Manual, CD-ROM, Protokollbögen Form D (50), Verlaufsprotokolle (50)
Art.-Nr. 4011.30
20,50 €
SKT - Protokollbogen Form D
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.32
888,00 €
SKT - Gesamtsatz Form E
Manual, CD-ROM, Protokollbögen Form E (50), Verlaufsprotokolle (50)
Art.-Nr. 4011.40
20,50 €
SKT - Protokollbogen Form E
Block à 50 Blatt
Art.-Nr. 4011.42
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Anwendungsbereich
Kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit
Anwendungsgruppe
Erwachsene
Alter
60 bis 91 Jahre
Durchführungsdauer
10 bis 15 Minuten
Berufsgruppe
PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen, NeurologInnen

Anwendungsbereich

Der SKT ist speziell für die Erfassung kognitiver Leistungen in klinisch-psychologischen Bereich geeignet. Der SKT wird hauptsächlich im Bereich der Diagnose und Verlaufskontrolle von Demenzerkrankungen eingesetzt. Darüberhinaus ist er in der Lage die kognitiven Beeinträchtigungen in Folge von Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns sowie aufgrund von substanzinduzierten kognitiven Veränderungen (z. B. Psychopharmaka, Anästhetika, Noxen) zu erfassen.  

Das Verfahren

Der SKT nach Hellmut Erzigkeit ist ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Er besteht aus insgesamt neun Subtests. Drei Subtests für die Erfassung der Gedächtnisleistung (Gegenstände unmittelbar reproduzieren, Gegenstände nach Ablenkung reproduzieren, Gegenstände wiedererkennen) und sechs Subtests für die Erfassung der Aufmerksamkeit bzw. Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (Gegenstände benennen, Zahlen lesen, Zahlen ordnen, Zahlen zurücklegen, Symbole zählen, Interferenztest).

Gütekriterien

Die Reliabilität des SKT wurde in mehreren empirischen Studien (Arnold, 1983; Erzigkeit, 1989) untersucht. Sie liegt für die Parallelformen A bis E  im Mittel zwischen .80 und .88 (Cronbachs α). Für die SKT-Formen A und B wurden bei SKT-Daten aus klinischen Studien (Weyer, Erzigkeit, Hadler & Kubicki, 1996) für die Gedächtnisscores ein Cronbachs α von a = 0.86 und die Aufmerksamkeits-Scores von a = 0.92 errechnet; für den Gesamttest ergab sich a=0.93. Die Retest-Reliabilität mit einer Testwiederholung nach 14 Tagen betrug rtt = 0.88 und nach 90 Tagen rtt = 0.83 (Overall und Schaltenbrand, 1992). Analysen mit Strukturgleichungsmodellen ergaben, dass die Testformen A bis E des SKT unter psychometrischen Gesichtspunkten als austauschbar zu betrachten sind (Stemmler, Lehfeld & Horn, 2015).

Die Kriteriumsvalidität wurde in zahlreichen Studien belegt. Der SKT korreliert mit dem MMSE zu rct = -0.80; mit der ADAScog rct = 0.71; mit dem Demenztest rct = 0.56 und der BCRS zu rct = 0.81. Darüber hinaus eignet sich der SKT zur Schweregradbestimmung einer dementiellen Erkrankung; im Rahmen von Verlaufsuntersuchungen zeigte sich seine Änderungssensitivität.


Normen

Die neue Normierung des SKT stammt von 2015. Die Testmaterialien wurden nicht verändert. Die neue Normierung war notwendig geworden, weil zum einen Normierungen in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden müssen und zum anderen, weil Berichte aus der Praxis vermehrt gezeigt haben, dass die alte Normierung im Bereich der beginnenden kognitiven Veränderungen zu ungenau ausfiel. Die vorliegende Normierung ist nun wesentlich sensitiver und in der Lage, einsetzende kognitive Abbauprozesse bereits frühzeitig zu identifizieren.

Die SKT Manual Edition 2015 ist damit die vierte vollkommen überarbeitete Version des Manuals von 1977. Der Neunormierung liegen die Testergebnisse von über 1.000 kognitiv gesunden älteren Menschen im Alter von 60 bis 91 Jahren zugrunde. Die Neunormierung funktioniert so, dass statistisch bedeutsame Abweichungen von den Leistungen der gesunden älteren Menschen in Abhängigkeit von Intelligenz, Alter und Geschlecht berechnet wurden. Das Normierungssystem verwendet als Ergebnisdarstellung eine farbliche Ampelcodierung. Erzielt die Testperson ein anderes Ergebnis als „Grün“, sollte der kognitive Status regelmäßig  überprüft werden. Die Auswertungen der Testleistungen nach der neuen Normierung geschieht ausschließlich über ein Computerprogramm, welches zusammen mit dem SKT Manual von 2015 ausgeliefert wird (siehe CD-ROM im Einband).

Den SKT gibt es in fünf Parallelformen (Formen A bis E), das vorliegende Computerprogramm kann für alle Formen verwendet werden. Beim Vorliegen einer dementiellen Entwicklung (Ampelfarbe 'Rot’) sollte man für die Schwergradeinteilung der Erkrankung die alten Normen von 2001 verwenden. Diese Normen sind ebenfalls in Tabellenform im SKT Manual von 2015 zu finden. Die Normtabellen sind nach drei Intelligenzstufen (unter- und überdurchschnittlich, Durchschnitt) sowie nach sechs Altersgruppen unterteilt (17-44 Jahre, 45-54 Jahre, 55-64 Jahre, 65-74 Jahre und 75-84 Jahre und 85 Jahre und älter).


Charakteristika und Vorzüge

  • Die Testdurchführung hat für den Probanden eine spielerische Komponente.
  • Der Test ist als weitgehend kulturunabhängig zu bewerten. 
  • Der Test ist einfach handhabbar, zeitökonomisch und führt zu einer verlässlichen Einstufung der kognitiven Leistungsbeurteilung. 
  • Jede Form besteht aus neun Subtests; die Durchführungszeit pro SKT Gesamtform beträgt zwischen 10 und 15 Minuten.

Der „SKT nach Hellmut Erzigkeit“ ist ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Er ist speziell für die Erfassung kognitiver Leistungen in klinisch-psychologischen Bereich geeignet. Bald erscheint die vierte, vollkommen überarbeitete Version des Manuals von 1997. Heute sprechen wir mit den zwei Autoren der Neunormierung – Prof. Dr. Mark Stemmler und Dr. Ralf Horn über Besonderheiten des Testverfahrens und ihre Erfahrungen während der Entwicklungszeit.

Pearson: Der SKT ist ein Screening zur Erfassung von Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen. In welchem Bereich wird das Verfahren eingesetzt?

Ralf Horn: Da gibt es eine ganze Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, weil es sich bei Aufmerksamkeit und Gedächtnis um kognitive Basisfunktionen handelt, die auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt sein können. Ein Beispiel wäre die Anästhesie, d.h. wenn man jemandem eine Vollnarkose gibt, dann wird er nach dem Aufwachen leichte kognitive Beeinträchtigungen zeigen. Bei anderen Erkrankungen, z.B. bei Demenz ist es so, dass auch hier kognitive Veränderungen im Vordergrund stehen und es gibt eine Vielzahl von weiteren Anwendungsbereichen die in der Medizin und Psychologie vorliegen.

Mark Stemmler: Nein, alles okay. Ich stimme da voll überein. Immer wenn eben diese Leistungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, beeinträchtigt sind und das ist eine Vielzahl von Bereichen – wir haben in dem neuen Manual eine Aufstellung gemacht – da gibt es dann unterschiedliche Anwendungsgebiete wie Chorea Huntington, HIV- Infektionen, Neurosyphilis oder Posttraumatische Belastungsstörung. Also es passt alles da rein, es ist ganz breit.

Pearson: Wie wird der SKT durchgeführt?

Ralf Horn: Das ist ein Individualtest, d.h. also es gibt einen Testleiter und eine Testperson.

Mark Stemmler: Der Test dauert zwischen 10 und 15 Minuten und was wir immer betonen, ist, dass der Test einen Aufforderungscharakter eines Spiels hat, so dass die Testatmosphäre sehr angenehm ist, es ist nicht so eine Prüfungssituation wie das manche Tests machen.

Pearson: Gibt es etwas, was Testanwender bei der Durchführung beachten müssen?

Ralf Horn: Wie bei allen Tests, sollte man sich sicher sein, dass die Testperson, sich aktiv und motiviert mit den Aufgaben auseinander setzt und das ist eine von den schwierigen Sachen. Allerdings ist es beim SKT deswegen einfacher, weil das Material spielerisch ist und weil der Testleiter mehr Freiheiten hat als bei anderen konventionellen Tests, also hier kann er sich den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.

Pearson: Seit wann ist der SKT auf dem Markt? Was war der Grund für eine Neuauflage?

Mark Stemmler: Den Test gibt es seit 1977. 1989 wurde das Design des Testmaterials überarbeitet und so existiert es auch in der heutigen Form. Die Neuauflage, mit der neuen Normierung, war notwendig geworden, weil die letzte Normierung etwas älter ist und weil jetzt das neue Hauptaugenmerk auf dem Bereich der Früherkennung der dementiellen Entwicklung liegt. Wir haben die Neunormierung so aufgebaut, dass wir nun mit einer Software arbeiten, in die man die Ergebnisse eingibt und die spuckt dann ein Ergebnis in Form einer Verkehrsampel aus. Grün steht für altersgemäße, gesunde kognitive Leistungen. Gelb steht für leichte kognitive Beeinträchtigungen und man sollte dann in regelmäßigen Abständen vielleicht doch das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit untersuchen lassen. Rot steht dann für eine pathologische kognitive Leistung vermutlich aufgrund einer dementiellen Entwicklung.

Pearson: Welche Besonderheiten zeichnen das Testverfahren aus?

Ralf Horn: Eine Besonderheit ist die relativ kurze Durchführungszeit die das Verfahren attraktiv macht, eben auch in dem medizinischen Umfeld, wo die Zeiteffizienz eine relativ große Rolle spielt. Das ist das Eine, und das Zweite ist, was Herr Stemmler auch schon angesprochen hat, dass hier eben über eine Software die Einschätzung des Risikos einer demenziellen Entwicklung möglich ist. Das hat es in dieser Form noch bei gar keinem Testverfahren gegeben und das sind auch die spezifischen Besonderheiten.

Pearson: Gab es bei der Testüberarbeitung besondere Herausforderungen die Sie überwinden mussten?

Ralf Horn: Eine Herausforderung ist die, dass bei Leistungen, die Gedächtnis und Aufmerksamkeit betreffen, es noch eine weitere Variable gibt, die erheblichen Einfluss auf diese Ergebnisse hat. Das ist die Intelligenz und in Folge dessen, mussten bei der Normierung dann eben auch von den Testpersonen Intelligenzwerte erhoben werden, was die Sache dann zeitlich verlängert hat und auch in gewisser Weise eine zusätzliche Erschwernis war.

Mark Stemmler: Wir haben über 1000 gesunde, ältere Leute zwischen 60 und 90 Jahren gesucht und die wurden mit einem Intelligenztest – entweder ein Teiltest oder ein ganzer Test – und dem SKT getestet und das war schon ziemlich viel Aufwand.

Pearson: Gibt es besondere Situationen während der Entwicklungszeit, die Ihnen im Gedächtnis geblieben sind?

Ralf Horn: Eine Besonderheit für diese jetzt vorliegende Version des Testmanuals ist, dass neben dieser Normierungsstichprobe, auf die Herr Stemmler eben schon hingewiesen hat, wurden klinische Gruppen untersucht, d.h. also Patienten aus der Gedächtnissprechstunde und eben auch eine weitere klinische Stichprobe um also jetzt gewissermaßen auch sicherzustellen, dass zwischen der Normierungsstichprobe und den anderen Stichproben dann zu prüfen ob da irgendwelche Unterschieden vorliegen und in dieser aufwendigen Form, auch die klinischen Stichproben liegen in der Größenordnung von 1000 bzw. noch darüber, ist es schon eine etwas ungewöhnliche Form.

Pearson: Gibt es Veränderungen beim Manual im Vergleich zur Neuauflage?

Ralf Horn: Nicht nur die Statistik, d.h. also die Stichproben hat sich verändert, sondern es ist auch die Dokumentation von den Studien bei denen der SKT eingesetzt worden ist. Und zwar ist es grundsätzlich so, dass das Testverfahren im Hinblick auf die psychometrischen Qualitäten bestimmte Mindestanforderungen erfüllen muss, wobei einer der Wichtigsten ist die Validität und dabei ist es so, dass die Vielzahl von Untersuchungen die mit dem SKT gemacht worden sind jetzt in diesem neuen Manual dokumentiert sind. D.h. für die Validität des SKT gibt es so viele Nachweise wie für kaum ein anderes Verfahren.

Mark Stemmler: Und das ist schon besonders. Wir haben über 300 Literaturzitate, das ist also sehr selten.

Pearson: Wann ist denn die Durchführung des SKT besonders sinnvoll aus Ihrer Sicht?

Ralf Horn: Sinnvoll ist es immer dann, wenn man den Verdacht hat, dass die kognitive Leistungsfähigkeit sich verändert hat. D.h. also immer dann, wenn z.B. der Verdacht einer dementiellen Entwicklung im Raum steht. Das ist das Eine und im anderen Fall ist es so, dass bei Standardsituation, z.B. bei bestimmten Erkrankungen, man eben durchaus mit überprüfen sollte ob es irgendwelche kognitiven Veränderungen gibt.

Pearson: Welche Vorteile hat denn der SKT gegenüber anderen Tests?

Ralf Horn: Das ist der Punkt, der vorhin schon angesprochen wurde, ist vor allem die Kürze der Bearbeitungszeit. Das ist das Eine und der positive Aufforderungscharakter der Testaufgaben, die eigentlich, wie gesagt, eher einen Spielcharakter haben als so einen strengen Charakter, den man Laborbedingungen, den man unter Umständen bei anderen Intelligenztests findet.

Mark Stemmler: Und im Moment können wir ja eben dann neuerdings sagen, liegt eine altersentsprechende, positive Leistung vor oder gibt es einen pathologischen Abbau. Das ist ganz neu und dann wenn es diesen pathologischen Abbau gibt, dann kann man auch zusätzlich den Schweregrad bestimmen.

Pearson: Gibt es Hürden, die der SKT auch für die Zukunft vielleicht überwinden muss, im Sinne von Entwicklungen sowohl im wissenschaftlichen Bereich, als auch in der Gesellschaft?

Ralf Horn: Also ich sehe da keine Probleme. Der SKT existiert, wie Herr Stemmler schon gesagt hat, seit 1977 und wird gewissermaßen routinemäßig auch bei großen Studien seit Mitte der Achtziger Jahre eingesetzt. D.h. es gibt eine Vielzahl an Erfahrungen aus den zurückliegenden 30 Jahren, die eben bestätigen, dass also jetzt auch eine irgendwie geartete Veränderung in der Zukunft wahrscheinlich nicht notwendig ist.

Alle Infos zur SKT im Überblick:

>> SKT Flyer (PDF, 1,2 MB)