6 Tipps, die in stressigen Zeiten und Isolation zu Ihrem Wohlbefinden beitragen

Tipps Wohlbefinden

Im Moment jonglieren viele von uns damit, von Zuhause aus in neuer Umgebung zu arbeiten, Lehrer für die eigenen Kinder zu sein, sich ganztägig um die Familie zu kümmern und mit der Angst umzugehen, in einer schwierigen und unsicheren Zeit zu leben. Die Coronakrise verlangt einiges von uns ab. Viele von uns fühlen sich dadurch ziemlich gestresst. Insbesondere für Menschen mit psychischen Problemen ist dies eine besondere Herausforderung. Der Verlust von sozialen Kontakten sowie eines routinierten Alltags können psychische Krankheiten wie Depressionen, Angst oder Panikstörungen sogar noch verstärken. Deswegen ist es genau jetzt wichtig, sich um sich selbst zu kümmern, um mit diesen negativen Emotionen umzugehen und den Belastungen Stand zu halten.

 

Wir haben hier 6 Tipps für Sie, die Ihnen dabei helfen sollen:

 

1. Achten Sie auf Ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden

Selbstfürsorge ist in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Hier finden Sie einige Ideen, wie Sie sich trotz Isolation in den eigenen vier Wänden geistig und körperlich fit halten:

  • Kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit, indem Sie sich gesund und ausgewogen ernähren, regelmäßig Sport treiben und ausreichend schlafen.
  • Trainieren Sie Zuhause, indem Sie Trainingsvideos auf YouTube anschauen, Fitness-Apps nutzen, draußen joggen gehen oder einfach einen Spaziergang machen.
  • Wenden Sie Entspannungsübungen wie tiefes Einatmen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsmeditation an. Wenn Sie neu in diesem Bereich sind, finden Sie hier >> einige Informationen und Meditationsübungen dazu.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Aktivitäten, die Sie glücklich machen. Kochen Sie Ihr Lieblingsgericht, hören Sie Ihre Lieblingsmusik, schauen Sie Ihren Lieblingsfilm, nehmen Sie ein Entspannungsbad, basteln Sie oder lesen Sie ein neues Buch.

 

2. Pflegen Sie soziale Kontakte

Für introvertierte und extrovertierte Menschen sind die sozialen Interaktionen meist das Wichtigste im Leben. Und genau das ist in dieser Zeit besonders schwierig, da wir unsere Liebsten nicht sehen können. Umso wichtiger ist es, die sozialen Beziehungen mithilfe von Technologien aufrechtzuerhalten:

  • Nutzen Sie die vielen verschiedenen Kommunikationsarten wie Facebook, Skype, WhatsApp oder Facetime und rufen Sie Ihre Liebsten an oder schreiben Sie eine Nachricht. Insbesondere durch Video-Telefonie können Sie sich ihnen nahe fühlen.
  • Da Interaktionen in dieser Zeit nicht so selbstverständlich sind, sollten Sie die Zeit für Gespräche mit Freunden und der Familie genau und in regelmäßigen Abständen festlegen.
  • Diese Gespräche sind wichtige Gelegenheiten, um Stress abzubauen, indem Sie Ihre Gefühle mit anderen teilen. Sprechen Sie aber auch über lustige und alltägliche Dinge, spielen Sie virtuell ein Spiel oder schauen Sie sich denselben Film an.
  • Frischen Sie alte Freundschaften auf und rufen Sie alte Freunde an. Sie werden sich freuen, von Ihnen zu hören.

 

3. Schaffen Sie sich eine Struktur und Routine

Auch im Homeoffice oder bei der Kinderbetreuung sind Routine und ein geregelter Alltag von großer Bedeutung. Der gewohnte Tagesablauf sollte so gut wie möglich beibehalten werden:

  • Entwickeln Sie einen Zeitplan und versuchen Sie, Routine zu schaffen. Stehen Sie zur gleichen Zeit wie sonst auch auf, planen Sie sich Ihre Essenspausen ein und erledigen Sie Ihre To-dos wie Hausarbeit wie gewohnt.
  • Wenn Sie im Homeoffice arbeiten, sollten Sie Ihre Arbeitszeit einhalten, damit genug Zeit für die Freizeit und die Familie bleibt. Auch Gespräche mit Arbeitskollegen können Sie zu einem festgelegten Zeitpunkt führen. Stellen Sie dazu einfach einen Termin im Kalender ein.

 

4. Beschränken Sie Ihren Nachrichten-Konsum

Es ist wichtig, ein Gleichgewicht hinsichtlich des Medienkonsums zu finden. Zwar sollte man bei der sich schnell verändernden Situation immer auf dem neuesten Stand bleiben, andererseits kann das ständige Lesen der (oft negativen) Nachrichten zu Stress und Panik führen.

Planen Sie bestimmte Zeiten ein, um die Nachrichten zu checken und beschränken Sie es auf ein- bis zweimal pro Tag. Es kann auch hilfreich sein, den Medienkonsum auf wenige vertrauenswürdige Websites zu beschränken, um zu verhindern, dass Sie dieselben Informationen wiederholt lesen oder Fake-News erhalten.

 

5. Suchen Sie bei Bedarf psychologische Hilfe per Video-Sprechstunde

In Zeiten wie diesen ist es völlig normal, dass neben anderen negativen Emotionen wie Traurigkeit, Angst, Wut und Frustration auch ein erhöhtes Stresslevel auftritt. Wenn dies bestehen bleibt oder sich verschlimmert, können Sie sich zusätzliche Hilfe suchen.

Spezifische Warnzeichen sind:

  • Anhaltende Angst, Sorge, Schlaflosigkeit oder Reizbarkeit
  • Rückzug von sozialen Kontakten
  • Beharrliches Suchen nach Symptomen
  • Missbrauch von Alkohol oder Drogen
  • Selbstmordgedanken oder -handlungen

Viele Therapeuten stellen auf Video-Sprechstunden um, sodass Sie professionelle Unterstützung erhalten, ohne sich persönlich treffen zu müssen.

 

6. Empathie zeigen

Wir erhalten derzeit sehr viele Informationen und Empfehlungen, die uns überfordern und dazu führen können, dass wir jemanden vorschnell wegen seiner Entscheidungen beurteilen bzw. verurteilen. Viele Menschen müssen jedoch finanzielle Anliegen hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der persönlichen Sicherheit abwägen und schwierige Entscheidungen treffen.

Das Festhalten an der Beurteilung anderer und die Wut auf andere kann kontraproduktiv sein. Dies kann dazu führen, dass sich unser persönliches Stresslevel so erhöht, dass wir die sozialen Kontakte abbrechen, obwohl diese in der jetzigen Zeit so wichtig sind. Versuchen Sie daher, Empathie zu zeigen, indem Sie auch die Perspektiven anderer berücksichtigen. Wenn Sie verstehen, warum jemand eine andere Entscheidung getroffen hat, als Sie es getan hätten, können Sie mitfühlender sein und Verständnis zeigen. Seien Sie zu sich und zu Ihren Mitmenschen so freundlich wie möglich.

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